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eingriffe am offenen herzen der stadt


 

 

 

 

 


 

Drei Architekten(-gruppen) stellten in Vorträgen und Videoprojektionen ihre Eingriffe am offenen Herzen dreier Städte im Rhein-Main-Gebiet vor:

Den Anfang machte Martin Wilhelm mit der Vorstellung eines Projektes in Dietzenbach, in dessen Mittelpunkt eine Wiederbelebung und Neunutzung städtischer Brachflächen stand. Die Bürger waren aufgefordert sich zu beteiligen - und tatsächlich schaffte es die interdisziplinäre Projektgruppe aus Vertretern von Stadt, Planungsbüros und Universitäten, die Einwohner zu mobilisieren und ein zu beziehen.

Vergänglich war auch das Projekt "3 ZKB" von OSA (Office for Subversive Architecture): Sie verwandelten die dunkle, dreckige Fußgängerunterführung an der Hügelstraße in Darmstadt für zehn Wochen in eine gemütliche Wohnung. Ästhetische Wohnfläche als Kontrast zur einer Unterführung, die Passanten bislang nur möglichst schnell durchqueren wollten.

Eine für den Ort im Frankfurter Bahnhofsviertel ungewöhnliche Klientel zog auch der "Wesersteig" an, den die acht Architekten, Ökonomen, Medien- und Veranstaltungsmacher von bb 22 urabne projekte im Juli 2003 aufbauten. Das orangefarbene Podest, 10 mal 10 Meter groß, ragte über das Grundstück des Diakoniezentrums in der Weserstraße hinaus und hob den trennenden Zaun zum Gehsteig an. Das "Fünftagecafé" auf dem "Wesersteig" sollte Passanten und Bewohner, Pendler und Geschäftsleute anlocken - mit Filmen, Musik, Lesungen und Selbstgekochtem von Menschen, die alle mit dem Bahnhofsviertel oder dem Diakoniezentrum zu tun haben.

am 25. November 2003 im Cafe im Frankfurter Kunstverein