no.17

von der rolle? über männliche und weibliche rollenbilder in werbung und fernsehen


 

 

 

 


Deutschland hat eine Kanzlerin, in Frankreich und in den USA greifen zwei Frauen nach der Macht. Fast überall in der westlichen Gesellschaft rücken Frauen in ehemalige Männerdomänen vor.
Die scheinbare Auflösung von den alten Rollenbildern schlägt sich auch in Werbung und Fiktion nieder. Dort werden uns zwar immer noch reaktionäre Geschlechterklischees präsentiert, doch auch völlig modernisierte Rollenbilder tauchen auf: toughe erfolgreiche Business-Frauen und Männer, die sich häuslich um ihren Nachwuchs oder um ihre richtige Hautpflege sorgen.

Der Stadtsalon fragt: Gibt es überhaupt noch die klare Trennung von männlichen und weiblichen Attributen? Oder befinden wir uns im postmodernen Dschungel der Indifferenz, in dem einfach alles geht und nicht nur fortschrittliche Ideen ihren Eintritt in die gesellschaftliche Mitte finden, sondern auch reaktionäre Forderungen einer Eva Hermann, Frauen sollten sich auf ihren "Schöpfungsauftrag" rückbesinnen.
Die Vielfalt der neuen Geschlechterbilder, ihr Selbstverständnis und ihre Klischees spiegeln sich vor allem medial wider.

am 28. November 2006 im Cafe im Frankfurter Kunstverein