no.3

landnahme – wer nimmt sich die stadt?


 

 

 

 

Der dritte Stadtsalon knüpfte an die Thematik der "Ressource Raum": Mittelpunkt der Diskussion war hier die Frage, wie man mit dem zunehmenden Leerstand in einer Stadt umgeht und ob sich hieraus neue Qualitäten und Möglichkeiten für eine Region ergeben.

Aktuelle Entwicklungen zeigen, dass es eine dritte Generation von Landnehmern gibt, nämlich denjenigen, die Land durch Uminterpretation und Benutzung nehmen. Ihr Ziel ist nicht mehr die revolutionäre Bodenreform oder das demokratisch-bürokratische Einklagen von Rechten, sondern die zeitlich, rechtlich, räumlich und planerisch offene Operation ohne Ziel und Zweck.
Dennoch sind es gerade diese Strategien, die im heutigen Umfeld die größte Wirkung entfalten, von jedermann ganz selbstverständlich, wenn vielleicht auch unbewusst, angewendet werden und langsam auch bei Entwicklern wie Stadtplanern Berücksichtigung finden.

Eingeladen waren der Stadttheoretiker Gernot Weckherlin aus Berlin, der von Situationistischen Experimenten zur Landnahme in Apolda/Sachsen berichtete, die Innenstadtgruppe Ffm, die von Aktionen gegen die Terminalisierung der Stadt berichteten, sowie die Initiative Metropolitana und die Gruppe unfriendly takeover als "Gegenstater".

am 30. März 2004 in den zukünftigen Räumen der Evangelischen Stadtakademie Frankfurt