no.7

parallele modernen an den rändern der sowjetunion


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Klaus Ronneberger und Markus Weisbeck präsentierten Auszüge aus und Einblicke in ihr Forschungsprojekt "Parallele Modernen an den Rändern der (ehemaligen) Sowjetunion"

Während sowohl die „konstruktivistische“ Phase in der Sowjetunion der 1920er Jahre und frühen 1930er Jahre als auch die stalinistische Architektur für eine interessierte Öffentlichkeit einigermaßen bekannt sind, findet die moderne Architektur der Chruschtschow- und Breschnew-Ära bislang wenig Beachtung. Nahezu unbekannt ist hierzulande der moderne Städtebau in den sowjetischen Peripherien. Ein Anliegen des Diavortrags besteht darin, dem „westlichen“ Publikum eine Periode der sowjetischen Architektur vorzustellen, die keineswegs nur monotone Plattenbausiedlungen hervorgebracht hat, sondern teilweise sich als ausgesprochen originär erweist und in vielen Punkten eine große Übereinstimmung mit westlichen Entwürfen und Konzepten besitzt. Auf diese Weise lassen sich auch gewisse stereotype Vorurteile gegenüber dem sowjetischen Urbanismus abbauen, die sich nicht zuletzt in Folge der jahrzehntelangen Lagerbildung entwickeln konnten. Eine Dokumentation der modernen sowjetischen Architektur erscheint umso dringlicher, da viele Objekte von Abriss und Zerfall bedroht sind.  (Zitat Klaus Ronneberger und Markus Weisbeck)

am 25. Januar 2005 im Cafe im Frankfurter Kunstverein